|
Vom realistischen Umgang mit unseren Kompetenzen... Seminartag für Ehrenamtliche in Würzburg |
|
|
|
|
„Wissen teilen und Erfahrungen austauschen“ war angesagt, als 15 sehr unterschiedliche Menschen (Muskelkranke, Angehörige, Beraterinnen) am 22.5.2010 in der sonnigen Begegnungsstätte des ASB Würzburg zusammenkamen.
|
 |
Unsere Referenten, beide Profis in eigener Sache, referierten über ihre Modelle, mit Pflege und Assistenz zu leben.
Julian Wendel, Psychologie-Student und Justin Black, freiberuflicher
Autor und Filmemacher gelang es, komplexe Fragen der Pflegefinanzierung
und – organisation (klassisch und mit persönlichem Budget) lebensnah
und anschaulich zu vermitteln.
|
 |
Dass auch junge Leute mit hohem Assistenzbedarf es schaffen können, ihren Alltag zwischen Job und Freizeit flexibel zu gestalten, macht Mut! |
 |
In einer zweiten Arbeitseinheit - nach der sonnigen Mittagspause - stellten sich die Teilnehmer/innen dann der Frage nach ihren eigenen Kompetenzen, die sie zumindest teilweise für andere zur Verfügung stellen könnten.
Die Schwierigkeit bestand nicht in erster Linie darin, die individuellen Fähigkeiten zu entdecken, sondern vielmehr sie realistisch zu beurteilen. In einer Fülle von Erwartungen („der DGM“, der Ratsuchenden) und eigenen Ansprüchen fällt es oft schwer, vorhandenes Wissen und Erfahrungen wirklich zu schätzen.
|
 |
Kaum zu glauben: Informationen über behindertengerechte Autos, eine Vielzahl von Hilfsmitteln, das Wissen um Entspannungsverfahren und Gruppenarbeit, barrierefreies Bauen, Reisen mit E-Rollstuhl, sozialrechtliche Erfahrungen und vieles mehr wird quasi als alltäglich angesehen.
|
 |
Wir als Beraterinnen der DGM sind froh und dankbar dafür, Menschen mit diesem großen Erfahrungsschatz an unserer Seite zu haben! Dass wir alle immer wieder an unsere Grenzen stoßen, war auch in unserem Gespräch kein Geheimnis. Schließlich können wir aber alle auf (unterschiedlich entwickelte) soziale Kompetenzen zurückgreifen, mit denen es gelingt, auch schwierige Situationen zu meistern. Denn, ob wir es wollen oder nicht, „shit happens“!
Angelika Eiler
|
|